Geld gespart und Zeit gehalten
AUESTADIONUMBAU
âWir sind zeitlich wieder im Soll, und auch mit den Finanzen hat sich einiges geklärtâ, sagt Hans-Joachim Neukäter, Leiter des städtischen Hochbauamts. Nicht nur der Winter habe für Verzögerungen gesorgt. âWir haben die Rohbauarbeiten für die Gegengerade neu ausschreiben müssenâ, sagt Neukäter. Im ersten Anlauf hätte eine Firma den Zuschlag bekommen, wollte dafür aber eine Vergütung, die 400 000 Euro über den veranschlagten Kosten lag. Nun laufen die Rohbauarbeiten auf Hochtouren, âund mit den Kosten sind wir auf dem veranschlagten Levelâ, sagt Neukäter. 5,3 Millionen soll der laufende, erste Bauabschnitt kosten, weitere 4,5 der zweite.
Auch die Arbeiten am Tunnel laufen. Dieser soll das Stadion mit dem angrenzenden Übungsplatz verbinden. âEine ideale Lösung, nicht nur für Fußballer, sondern gerade für Leichtathletenâ, stellt der Hochbauamtschef fest. Da es so aussieht, als könnte das Askina-Sportfest im Juni steigen, würden die Sportler deutlich verbesserte Wettkampfbedingungen vorfinden. Auch die Betonplatte über dem Tunnel, auf der die Sitzschalen angebracht werden, wird gerade montiert. Nahezu fertig ist auch der neue Pressebereich, der als Konstruktion aus Stahl und Glas daherkommt, laut Neukäter dennoch âoptisch luftigâ wirkt und so angelegt ist, dass sie bei Bedarf an einen möglichen, neuen VIP-Bereich angeschlossen werden kann, ohne zusätzliche Umbaukosten zu verursachen.
âJetzt kommt es darauf an, dass Geld für die weitere Renovierung des Stadions in den Haushalt der Stadt eingestellt wirdâ, sagt Neukäter. Sollte Geld für den zweiten Bauabschnitt in den Haushalten 2007 bis 2009 zur Verfügung stehen, würden als Nächstes die Laufbahn erneuert und Flutlichtmasten errichtet. Auch die komplette Renovierung der Tribüne auf der Gegengeraden wäre dann an der Reihe. âHier müssen wir aber erst schauen, wie die neuen Sicherheitsvorschriften aussehenâ, sagt Hans-Joachim Neukäter. âDer Fußball- und der Leichtathletikverband haben hier die Auflagen deutlich verschärft.â
Unterirdische Gefahren lauern nicht mehr auf der Baustelle. Im Oktober und noch einmal im Dezember suchten Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes aus Darmstadt nach nicht detonierten Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg - ohne Ergebnis. âDas war einfach nötig, damit wir hier im Bereich der stark bombardierten Frankfurter Straße keine bösen Überraschungen erlebenâ, sagt Neukäter. Sollte Ungeplantes ausbleiben, könnte das Auestadion 2009 fertig sein.
<i>Von Ralph-Michael Krum
HNA-Lokalredaktion
Montag, 03. April 2006</i>
Veröffentlicht: 04.04.2006